Glossar.

Die Begriffe, die im Alltag eines Hauses fallen, in ein paar Sätzen erklärt.

Zu jedem Begriff steht, was er bedeutet und wo HANS Ihnen die Arbeit damit abnimmt. Die Rechenwege der Kennzahlen sind dieselben wie in den Berichten von HANS.

Grundbegriffe

PMS (Property Management System)

Ein PMS ist die Hotelsoftware, in der ein Beherbergungsbetrieb seine Zimmer, Buchungen, Gäste, Preise und Rechnungen führt. „Hotelsoftware“ und „PMS“ meinen dasselbe Programm, das eine ist das deutsche Wort, das andere das Kürzel der Branche.

HANS ist ein PMS für kleine und mittlere Häuser. Belegungskalender, Portal-Anbindung, Direktbuchungen, Korrespondenz und Meldewesen laufen in einem System statt in getrennten Werkzeugen.

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OTA (Online Travel Agency)

Eine OTA ist ein Buchungsportal wie Booking.com, Expedia oder Airbnb. Sie verkauft Zimmer im Namen des Hauses und behält dafür pro Buchung eine Provision ein. Für viele Häuser bringen die Portale Reichweite, kosten aber einen Teil jedes Umsatzes.

Buchungen von Booking.com, Airbnb und Expedia landen in HANS im Kalender, ohne dass jemand sie abtippt. Alle drei sind live angebunden.

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Channel Manager

Ein Channel Manager hält alle Verkaufskanäle eines Hauses auf demselben Stand: freie Zimmer, Preise und Aufenthaltsregeln gehen an jedes Portal, und jede Buchung sperrt die Nacht auf allen anderen. Ohne ihn pflegt man jeden Kanal von Hand, und ein Zimmer ist schnell doppelt vergeben.

In HANS heißt er Channel Engine und ist ein Zusatzmodul. Er arbeitet auf demselben Kalender wie Rezeption und Website. Ein zweites Programm mit eigenem Stand gibt es nicht.

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AlpineBits

AlpineBits ist ein offener Schnittstellen-Standard für den Austausch von Verfügbarkeiten, Preisen und Anfragen zwischen Hotelsoftware und Buchungsplattformen, entstanden im Alpenraum. Wo beide Seiten ihn sprechen, braucht es für die Verbindung keine Sonderanfertigung.

HANS spricht AlpineBits. Ein Portal mit AlpineBits-Schnittstelle lässt sich deshalb schon heute anbinden. Welche Verbindungen für Ihr Haus sinnvoll sind, klären wir bei der Einrichtung.

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Booking Engine (Buchungswidget)

Die Booking Engine ist die Buchungsstrecke auf der eigenen Website: Zeitraum wählen, Zimmer wählen, Daten eingeben, bezahlen. Sie macht aus der Website einen Verkaufskanal, auf dem keine Portal-Provision anfällt.

Das Buchungswidget von HANS zeigt nur, was im Kalender frei ist, rechnet mit Ihrer Preisliste und legt die Buchung sofort im Haus an. Eingebunden wird es mit einem Stück Code, das Ihre Agentur im Dashboard findet.

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Direktbuchung

Eine Direktbuchung kommt ohne Vermittler ins Haus: über die eigene Website, per E-Mail oder Telefon. Das Haus zahlt dafür keine Provision und hat den Kontakt zum Gast von Anfang an selbst. Der Direktanteil misst, wie viele Buchungen so hereinkommen.

HANS zählt für den Direktanteil die bestätigten Buchungen über das eigene Widget und teilt sie durch alle bestätigten Buchungen. Gezählt werden Buchungen, nicht Umsatz.

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Verkauf und Verfügbarkeit

Mindestaufenthalt und Anreisetage

Aufenthaltsregeln legen fest, wie gebucht werden darf: wie viele Nächte mindestens oder höchstens, an welchen Wochentagen angereist oder abgereist werden kann. In der Hochsaison schützen sie vor Lücken zwischen zwei Buchungen, in der Nebensaison lassen sie sich lockern.

Die Regeln hängen in HANS an der Periode der Preisliste und gehen mit den Preisen an alle angebundenen Kanäle. Sie pflegen sie an einer Stelle.

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Überbuchung

Eine Überbuchung entsteht, wenn für dieselbe Nacht mehr Buchungen angenommen werden, als Zimmer da sind. Meist passiert das, wenn zwei Kanäle gleichzeitig verkaufen und keiner vom anderen weiß. Sperrt man ein Zimmer auf allen Kanälen für den Verkauf, spricht man von Stop-Sell.

Wird es eng, meldet sich HANS im Kalender und im Tages-Check, bevor eine zweite Buchung auf dieselbe Nacht fällt. Dafür zählt es je Nacht mit, wie viele Einheiten belegt sind.

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Gäste-Marketing

Double-Opt-in

Beim Double-Opt-in bestätigt der Gast seine Anmeldung ein zweites Mal, meist über einen Link in einer Mail. Damit ist belegt, dass die Adresse ihm gehört und er die Anmeldung wollte. Für Newsletter an neue Interessenten ist das in Deutschland, Österreich und Italien die übliche Form des Nachweises.

In HANS steht zu jeder Einwilligung, wann und woher sie kam und welchem Wortlaut der Gast zugestimmt hat. Das Häkchen im Buchungs- und Anfrage-Widget ist nie vorangekreuzt.

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Soft-Opt-in

Das Soft-Opt-in erlaubt Werbung für ähnliche eigene Angebote an Kunden, die schon gekauft haben, auch ohne ausdrückliche Einwilligung. Voraussetzung: Die Adresse stammt aus dem Kauf, der Kunde wurde dabei auf den Widerspruch hingewiesen, und jede Mail enthält eine Abmeldung.

In HANS ist das Soft-Opt-in ein Schalter je Haus. Ist er an, zeigt das Buchungswidget den Hinweis samt Widerspruch, und der Newsletter zählt nur Adressen aus bestätigten Buchungen ohne Storno oder Nichtanreise.

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Gutscheinsystem

Ein Gutscheinsystem verkauft Gutscheine, vergibt eindeutige Nummern und führt Buch darüber, was wann eingelöst wurde. Für ein Hotel gehört dazu ein Shop auf der eigenen Website, ein Gutschein zum Ausdrucken oder Weiterleiten und eine Einlösung, die Teilbeträge kennt.

In HANS verkauft das Gutschein-Widget auf Ihrer Website, das PDF trägt die Nummer als QR-Code, und die Rezeption löst an Rechnung, Check-out oder im Wellnessbereich ein. Ein Rest bleibt auf dem Gutschein stehen.

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Kennzahlen

Zimmernächte

Die Zimmernacht ist die Grundeinheit der Hotelstatistik: ein Zimmer für eine Nacht. Eine Buchung über drei Nächte in zwei Zimmern ergibt sechs Zimmernächte. Auslastung, ADR und RevPAR rechnen alle damit.

Die Berichte in HANS unterscheiden verkaufte und verfügbare Zimmernächte. Verfügbar sind die Einheiten der sichtbaren Zimmertypen mal die Tage im Zeitraum.

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Auslastung (Belegungsrate)

Die Auslastung sagt, welcher Anteil der Zimmer verkauft war. Berechnet wird sie als verkaufte Zimmernächte geteilt durch verfügbare Zimmernächte. Ein Haus mit 20 Zimmern, das in 30 Tagen 420 Zimmernächte verkauft, ist zu 70 % ausgelastet.

In HANS verkleinern Sperrungen und Stop-Sell die Basis nicht. Ein gesperrtes Zimmer zählt als verfügbar und nicht verkauft.

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ADR (Average Daily Rate)

Der ADR ist der durchschnittliche Preis einer verkauften Zimmernacht: Logis-Umsatz geteilt durch verkaufte Zimmernächte. Bringen 420 Zimmernächte 50.400 € Logis-Umsatz, liegt der ADR bei 120 €.

Zusatzleistungen rechnet HANS bewusst nicht ein, damit der Wert mit dem Vorjahr und der Branche vergleichbar bleibt. Die Berichte zeigen ihn je Zeitraum und Kanal.

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RevPAR (Revenue per Available Room)

Der RevPAR verteilt den Logis-Umsatz auf alle Zimmer, auch die leeren: Logis-Umsatz geteilt durch verfügbare Zimmernächte, oder kurz ADR mal Auslastung. Bei 120 € ADR und 70 % Auslastung liegt er bei 84 €. Er zeigt, ob ein höherer Preis die leeren Nächte wert war.

Neben dem RevPAR zeigen die Berichte in HANS den TRevPAR, der auch die Zusatzleistungen einrechnet. Der Abstand zwischen beiden ist genau deren Beitrag.

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ALOS (Average Length of Stay)

Der ALOS ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer: Aufenthaltsnächte geteilt durch bestätigte Buchungen. Er ist die Stellschraube hinter Mindestaufenthalt und Anreisetagen, denn kürzere Aufenthalte bedeuten mehr Wechsel und mehr Reinigung.

Die Berichte in HANS zeigen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer neben der Vorlaufzeit, also wie viele Tage im Median zwischen Buchung und Anreise liegen.

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Südtirol und Italien

ASTAT-Tagesmeldung (Landesmeldung)

Beherbergungsbetriebe in Südtirol melden täglich Ankünfte und Übernachtungen ihrer Gäste für die Landesstatistik des ASTAT. Übermittelt wird über das Portal von LTS, der Landesgesellschaft für Tourismus.

HANS stellt die Tagesmeldung über Nacht aus den Aufenthalten zusammen und übermittelt sie. Zu jeder Übermittlung liegt am Morgen ein Beleg im System, und eine nachträgliche Änderung ersetzt die Meldung des Tages.

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Alloggiati Web (Polizeimeldung)

Alloggiati Web ist das Portal der italienischen Staatspolizei, an das jeder Beherbergungsbetrieb seine Gäste meldet. Die Pflicht folgt aus Art. 109 TULPS: Die Daten aus dem Ausweis gehen binnen 24 Stunden nach der Ankunft an die Questura.

HANS übermittelt die Polizeimeldung im selben Nachtlauf wie die Landesmeldung, aus demselben Datensatz. Fehlt einem Gast eine Pflichtangabe, zeigt das der Tages-Check, solange er noch im Haus ist.

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Ortstaxe (Gemeindeaufenthaltsabgabe)

Die Ortstaxe ist eine Abgabe je Gast und Nacht, die das Haus einhebt und an die Gemeinde abführt. In Südtirol heißt sie Gemeindeaufenthaltsabgabe, in Italien imposta di soggiorno. Die Höhe hängt von Gemeinde und Kategorie des Betriebs ab, Kinder unter 14 Jahren sind in Südtirol befreit.

HANS rechnet sie aus dem Aufenthalt mit. Auf der Rechnung steht sie als eigene Position, in der Auswertung als eigene Summe. Für die Abrechnung mit der Gemeinde steht die Summe schon da.

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Südtirol Guest Pass

Der Südtirol Guest Pass ist die Gästekarte, mit der Übernachtungsgäste während ihres Aufenthalts die öffentlichen Verkehrsmittel und je nach Ort weitere Angebote nutzen. Aktiviert wird er vom Haus über LTS, sofern der Tourismusverein ihn für das Haus freigeschaltet hat.

Ist der Guest Pass für Ihr Haus freigeschaltet, aktiviert HANS die Karten beim Check-in aus dem Aufenthalt. Ein zweites Portal brauchen Sie dafür nicht.

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CIN (Codice Identificativo Nazionale)

Der CIN ist die nationale Kennnummer, die seit 2025 jede Unterkunft in Italien trägt. Sie muss am Eingang und in jeder Werbung für das Haus sichtbar sein, auf Portalen ebenso wie auf der eigenen Website.

Den CIN tragen Sie in HANS einmal in den Einstellungen ein. Er steht dann auch im Fuß jedes eingebundenen Widgets, denn ein Buchungswidget auf der Website ist ebenfalls eine Anzeige.

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Online-Check-in (Self-Check-in)

Beim Online-Check-in trägt der Gast seine Meldedaten schon vor der Anreise selbst ein, für sich und alle Mitreisenden. An der Rezeption muss dann nichts mehr abgetippt werden, und die Meldung an die Behörden hat alle Angaben beisammen.

In HANS öffnet sich der Self-Check-in sieben Tage vor der Anreise über den Link in der Vor-Anreise-Mail. Der Gast weist sich mit Buchungsnummer, E-Mail-Adresse und Nachname aus, ein Kundenkonto braucht er nicht.

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Digitalisierungsförderung (Südtirol)

Landesbeitrag für Kleinstunternehmen, die digitale Technik einführen: 60 % der anerkannten Ausgaben, die je Antrag zwischen 2.000 und 15.000 Euro liegen müssen, als De-minimis-Beihilfe. Das Programm läuft von 2025 bis 2028. Der Antrag geht jedes Jahr bis 30. September per PEC an das zuständige Landesamt, bevor das Projekt beginnt.

Softwarelizenzen sind förderfähig, und das Angebot für HANS lässt sich als Ganzes einreichen. Sie legen es dem Antrag als Kostenvoranschlag bei.

Zur Digitalisierungsförderung

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